KCV-Flößer-Kreuzfahrt vom Feinsten

Das eine fastnachtliche Veranstaltung als närrische Bootsfahrt definiert wird, ist nicht neu.
Was der Kostheimer Karnevalverein (KCV) auf seiner beliebten Flößer-Kreuzfahrt – die Männerschar solidarisch im Flößer-Look-mit vielen Glanzlichtern präsentiert, dürfte in der Fastnachts-Region seinesgleichen suchen.
Diese traditionelle Herren-Sitzung ist eine Hommage an die vergangene Flößer Ära.

In Kostheim wird behauptet, dass das „Flößerdippegässche“ auf der Mainpromenade so heißt, weil dort die Flößer vom Floß absprangen, schnell in den Ort liefen, um sich mit Bier zu versorgen. In heutigen KCV-Zeiten können die närrischen Flößer bei gebotenen Rippchen mit reichlich gezapften Bierchen ihren Durst problemlos löschen.

Mit Garde-Eskorten, Komitee, Bordkapelle Concordia mit ihren Einheizer Christoph Stoiber erfolgte am 12.2 das“ Leinen los“ zur furiosen Floßtour im Kostheimer Bürgerhaus-Hafen.

„Oberflößer“ Ralf Falkenstein steuerten mit perfektem Versmaß und war stets auf dem närrischen Kurs. „Flößer-Patriarch“ Thomas Gill war eloquent und wetterfest an Deck. Bei der ausgebuchten närrischen Reise waren u.a. zu sichten: Sozialdezent Christoph Manjura, AKK-Stadtrat Rainer Schuster, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und Leiter 2. Polizeirevier Michael David, Kostheimer Ortsvorsteher Stephan Lauer, KCK Präsident Prof. Dr. Dirk Loomans mit Vize Werner Böttner.

Der singende Protokoller Ralf Falkenstein konnte mit viel Zeitkritik nachhaltige Ausrufezeichen setzen.
Viel Beifall für den exzellenten Eisbrecher.

Der geniale Bohnebeitel Gesangsstar Harry Borgner hatte als „Ha- Ri Bo“ nur Unverständnis über den großen ESC-Song – Contest, bei dem deutsche Schlager nicht mehr gefragt sind. Riesenbeifall.

Bernhard Knab, der Deutsche Michel, schwadronierte mit viel Ironie und Häme über Ungereimtheiten auf vielen gesellschaftlichen Feldern.
Standing Ovations.

Mitreißende Choreographien, traumhafte Kostüme, mit akrobatischen Einlagen berauschten.
Auf hohem Niveau brillierten die gefeierten Show-Balletts: „ Fit-for Dance“ vom TV Finthen, „Fuego“ vom TV Kostheim, „KCV-Hofballett „Shining Motions“ aus Oppenheim.

Mit deftigen Versen referierte diesmal Adi Guckelsberger als Nachtwächter zum Thema Nummer eins: „Drauße hot Sabine uffgehört zu blase“ eine Anspielung auf den Orkan dieser Tage. Eine Steilvorlage um begeistert mitzureimen zu manchen anzüglichen Botschaften.

Die umjubelten Mainzer Hofsänger persiflierten fabelhaft mit einer Trophäe den Mainzelmann, in verschiedenen Kategorien. Dazu gehörten auch die stimmungsvollen Zugaben. Der neue KCV-Stern, Steffen Jobst, löste Lachsalven als Kaplan Fulder im Messgewand mit Gebetsbuch aus.

Als Kokolores-Prediger zog er alle Register und entfachte hohe Stimmungswellen.
Das schlingernde Floß wurde fast zum Kentern gebracht durch den 91 jährigen „Aller-Allerscheenste“ Willi Steinbrech.
Für seine zweideutige Knittelverse aus der Bütt gab es Standing Ovations.

Nicht zu bremsen war der urige Seppl – Sebastian Reeg- mit seinen Brüllern als ein „Junggeselle auf Frauensuche“. „Hoppes“ Hansi Greb weiß, wie das Leben so spielt. Ein Feuerwerk von Kokolores, da blieb kein Auge trocken.

Zum frenetisch ausgelassenen Flößer-Finale bebte der Bürger-Hafen bedenklich. Auslöser war die grandiose Spassmacher Company.

Bei der Verlosung von begehrten Schweiz Reisen – gesponsert vom Großen Ratsmitglied Fritz Jost, gab es zwei glückliche Flößer

Foto Marita Klempt





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