Chronik des KCV

Unser Brauchtum soll auch weiterhin gepflegt und gefördert werden mit einem Sitzungsprogramm auf hohem Niveau durch die Aktiven mit dem weitsichtigen und engagierten KCV-Präsidenten Toni Oestereich, Vorstand, Ausschüssen und dem erfahrenen und perfekten Programm-Chef Gerd-Josef Weckbacher.

Das Ziel und Trachten ist, für den KCV seinen Spitzenplatz in der fastnachtlichen 1. Bundesliga KCV-Kostheim_b– rechts und links des Rheins – zu festigen, um seinem Publikum weiterhin beste Fassenacht im traditionellen Mainzer Stil und Brauchtum zu präsentieren. Wenn wir heute vor der gebührenden Aufgabe stehen, die wechselvollen Ereignisse der Vereinsgeschichte noch einmal zu wiederholen und Personen zu benennen, die den Verein besonders prägten, es bliebe nur Stückwerk und würde die Leistungen aller anderen über viele  Jahrzehnte schmälern. Dagegen wollen wir versuchen, gewissermaßen in Zeitraffermanier, 90 Jahre KCV zu dokumentieren und darzustellen, wohl wissend, dass auch dies nur unvollständig gelingen wird.

 

Denn eigentlich sind wir viel älter…

KCV-Kostheim_Kostheimer-Carneval-Verein_Historie_Chronik_Bild_1927

Unsere Wurzeln stammen aus dem Jahr 1898. Ein sensationelles Bild- Dokument bestätigt dies in aller närrischer Pracht. Abgelichtet vom Mainzer Fotografen Ranzenberger – mit Unterschrift:
„Das Komitee des Carneval Verein – Redliche Brüder – 18981899.

Seppl Brückner war ihr zeitkritischer Protokoller. Aus jenen närrischen Zeiten liegen die vorgetragenen Protokoll-Manuskripte im KCV-Archiv vor. Die herrlich stimmungsvolle, ausgelassene „Wertschafts-Fassenacht“ waren die Vorläufer der heutigen Fassenachtssitzungen in den Carneval- Hochburgen.

Ja, so agierten anno dunnemals die Carnevalstreiter mit viel Frohsinn und Mutterwitz, ohne dabei ein formelles Gründungsprocedere vorzunehmen.

Am 1. Januar 1923 gründeten aktenkundig die „Alzey-Brüder“ in der Gaststätte Zur Rose den Kostheimer Carneval Verein. Die Stammtisch- Freunde nannten sich schalkhaft die „Alzey-Brüder“, womit man sich als „närrische Verrückte“ darstellen wollte. Dass die Gaststätte damals noch „Zum Untergang“ hieß, passte den Alzey-Brüdern so herrlich ins Konzept. Ihr erster Präsident war Karl Lipp und Sitzungspräsident war Heinrich Geider. 1927 fand die erste große Sitzung im Gasthaus „Zum Engel“ statt. 1932 wurde erstmals unter der Regie von Konrad und Baptist Hammer ein närrischer Rekrutenumzug in Kostheim veranstaltet. Der närrische Lindwurm war die Fassenacht-Sensation in der Region.

1934 konnten die Verantwortlichen das Vereinsbanner weihen.

1939 nahm der KCV am letzten Rosenmontagszug in Mainz erstmals teil. Während des zweiten Weltkriegs ruhte die Aktivität im KCV.

1948 konnte das 25jährige Jubiläum gefeiert werden mit 23 Gründern und einer großen Prunksitzung im Casino St. Marienhof – mit Kohle-briketts wurde bezahlt ! – Schon in den Nachkriegstagen fand das närrische Treiben seinen überschäumenden Höhepunkt am Fastnachtsamstag mit einem stattlichen Rekrutenumzug unter der famosen Organisation der genialen KCVler. Nach der obligatorischen närrischen Schlüsselübergabe wurde in einem jubilierenden Triumphzug der euphorischen Rekruten durch die Gassen der Feste Cuffingstein (ehemaliger Name von Kostheim) die goldig Fassenacht ausgiebig gefeiert.

KCV-Kostheim_Kostheimer-Carneval-Verein_Historie_Chronik_Bild_19501950 wurde Konrad Hammer neuer Vereinspräsident. Noch heute sprechen viele alte Kostheimer von den traditionellen „Hammer-Sitzungen“. In seine Ära fiel auch die Gründung des Senatorenkreises, die den KCV ideell und finanziell unterstützen.

1952 wurde der Verein umbenannt in „Kostheimer Carneval Verein- Husaren Garde 1923 e. V.“KCV-Kostheim_Kostheimer-Carneval-Verein_Historie_Chronik_Bild_1952

In den Reihen der verdienstvollen Vorsitzenden und Sitzungspräsidenten sind zu benennen: Karl Lipp, Heinrich Geider, August Lutz, Konrad Hammer, Karl Kiefer, Heinz Treber, Toni Vogt, Paul Bott, Franzl Vogler, Toni Rosskopp, Adi Sohn, Tino Firros, Karl Lutz, Karl Lipp und der heutige ideenreiche Toni Oestereich.

1951 gab es das erste Prinzenpaar, und mit Toni Rosskopp startete beim KCV ein legendärer Fassenachtler im Alter von 6 Jahren seine närrische Karriere.

1956 – 3 x 11 Jahre-Feier in der „Gut Stubb“ – Frankfurter Hof.

KCV-Kostheim_Kostheimer-Carneval-Verein_Historie_Chronik_Bild_1967

KCV -Husarengarde 1967

1967 wurde die Husarengarde aufgelöst, von nun an nannte sich der Verein „Kostheimer Carneval Verein 1923 e. V.“ Der karnevalistische Bruderverein „Rote Husaren“ behielt seinen Namen bis heute. Die Ära Heinz Treber als 1. Vorsitzender und Sitzungspräsident nach dem 50jährigen Jubiläum ging durch seinen frühen Tod im Jahre 1982 zu Ende.

1989 – 6 x 11 Jahre „Das Narrenschiff liegt gut auf Kurs“ resümierte ein Jungprotokoller und Vizepräsident namens Toni Oestereich.

1993 wurde Toni Oestereich an das KCV-Ruder geholt. Unter seinem Zepter verstand er es, dem vierfarbbunten Credo des Vereins stärkere Konturen zu geben. In dieser bemerkenswerten Vereinsepoche übernahm auch die sehr engagierte Marion Gottron den verantwortungsvollen Schatzmeisterposten, dem sie bis zum heutigen Zeitpunkt gewissenhaft vorsteht.

KCV-Jahre zwischen den Jubiläen: 33 Jahre – 50 Jahre – 70 Jahre – 75 Jahre – 77 Jahre: – „Begeistert kommt die Narrenschar zum KCV im Jubiläumsjahr“.

Die Höhepunkte des 77jährigen Jubiläums waren der neue Prunkwagen und die neue Standarte.

80 Jahre: „Johanna 11“ – Bootstaufe beim KCV. Mit der Gründung 1990 des „Großen Rates“ wusste man auch in den folgenden Jahren dem Verein finanzielle Stärkungen zukommen zu lassen. Neben den grandiosen KCVFremdensitzungen und den beliebten Damensitzungen ist der absolute Geheimtipp die zünftige traditionelle Flößersitzung – eine typische Herrensitzung – seit 1990 fest im närrischen Programmangebot.

KCV-Kostheim_Kostheimer-Carneval-Verein_Historie_Chronik_Bild_1991Viel Herzblut und Überzeugung musste der damalige 2. Vorsitzende Toni Oestereich aufbringen, um die Senatoren des KCV für eine Herrensitzung in der neu eingeweihten „Kostemer Scheier“ zu begeistern. Der Kasteler Museums-Imperator Fritz Diehl und Ortsvorsteher Franz Henz unterstützten das närrische Projekt. Fritz Diehl war es auch, der der Sitzung im Gedenken an die alte Kostheimer Flößertradition zu dem Nymbus „Flößersitzung“ verhalf. Mit dem Schlachtruf „Flößer Ehr – Langholz her“ setzte er Meilensteine. KCV-Kostheim_Kostheimer-Carneval-Verein_Historie_Chronik_Bild_2013Die erforderlichen Eintrittskarten wurden von Toni Oestereich handgemalt erstellt und zum Preis von 11,11 DM an die Besucher verkauft. Toni Oestereich erinnert sich noch gerne an das herrliche Bild, als die „Blauhemdhorden“ in Richtung Scheier zogen. Die 1. Kostemer „Scheier-Sitzung“ am 14. Februar 1990 wurde eine im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Veranstaltung. Durch die juristische Vertreibung aus der Scheier und Saddams ehrgeizigen Golfplänen fiel die nächste Flößersitzung aus. Die Wiederauferstehung der Flößersitzung findet in den KCV-Kampagnen im Kostheimer Bürgerhaus mit großer Besucherresonanz in Flößertracht statt. Der KCV ist bis zum heutigen Tag ein verschworener Kreis von Idealisten und zuverlässigen Aktiven vor und hinter der närrischen Rostra. Die vielseitigen Aktivitäten, die für eine erfolgreiche Kampagne zu erbringen sind, die eminente Arbeit, die im Detail dahintersteckt, sieht keiner! So soll es aber auch eigentlich sein. Es macht allen Beteiligten einen Riesenspaß, ihren Anteil am Gelingen einer Kampagne beizutragen – eben weil es ihr Hobby ist. Und dieser Spaß aller Beteiligten am gemeinsamen närrischen Agieren wird denn auch in beeindruckender Weise dokumentiert, wenn man die Zahl der Aktiven, die dem Verein seit vielen Jahrzehnten treu blieben, sich vor Augen führt.

Toni-Oestereich-und-Oberbürgermeister-Dr-Helmut Müller -Wiesbaden_2010_KCV-Mainz-Kostheim-Sitzung

Dr. Helmut Müller, OB Wiesbaden 2011, Toni Oestereich Präsident und

2011 – 8 x 11 Jahre KCV wird als glanzvolles Jubiläum faszinieren und im närrischen Rausch der Sinne brillieren. Dank einer grandiosen Initiative vom umsichtigen KCV-Präsidenten Toni Oestereich wird erstmals in der traditionsreichen KCVGeschichte eine „Open-Air-Benefizsitzung“ am Kostheimer Weinbrunnen veranstaltet.

Nach einer Idee vom „KCV-Hofberichterstatter“ Herbert Fostel wird eine umfangreiche Dokumentationsausstellung in Wort und Bild in der AKK-Ortsverwaltung ab dem 11.11.2010 (www.akk-Zeitung.de)über die KCV-Epochen präsentiert. Eine weitere spektakuläre Premiere war das farbige KCV-Journal in Hochglanzdruck.

I n i t i a t o r und Redaktionelle Gestaltung: Herbert Fostel
F o t o s : Peter Stoiber
Herstellung: Typowerbung Axel Bernais, Mainz-Kastel.

Diesmal mit einer gebührenden Vereinschronik präsentiert.
Die vorgesehenen Jubiläumssitzungen im Bürgerhaus Kostheim werden zu einem super „Stimmungs- Brillant-Feuerwerk“ am vierfarbbunten Narrenhimmel erstrahlen, das vom KCV-Präsident Toni Oestereich und Programm-Manager Gerd-Josef Weckbacher mit den engagierten Verantwortlichen am laufenden närrischen Band gezündet wird.

Nicht nur im Saal, sondern auch auf der Gass bei den Fastnachtsumzügen in AKK und am Rosenmontag in Mainz wird nicht nur ein Hauch von 8 x 11 KCV, sondern ein prachtvoller bunter Jubiläums-Flair von der großartigen Aktivenschar vermittelt, die alle Fassenachtsfans in den gebotenen Bann ziehen wird.

KCV-Kostheim_Kostheimer-Carneval-Verein_AKK-Umzug-Kastel_Mainz_Historie_Chronik_Bild_2014

 

Apropos AKK-Umzug, dieser närrische prachtvolle Umzug (erstmals im Jahr 1995) durch Kastel und Kostheim, stammt auf Grund der Initiativen vom KCV-Präsidenten Toni Oestereich und dem heutigen Zugmarschall – KCV-Komiteeler Friedel Vogler, der mit den Verantwortlichen des KCV und der Kasteler Jocus-Garde erfolgt.

 

 

 

 

 

 



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